Teil 3: Einnahmen – Erhöhen! Investiere in dich selbst!

Nachdem wir uns bereits angesehen haben, wie deine persönliche Vermögensbilanz aussieht (Teil 1) und wie du deine eigenen Ausgaben optimieren kannst (Teil 2), soll es heute darum gehen, wie du deine Einnahmen erhöhen kannst.

Prinzipiell kannst du über drei verschiedene Wege dein Vermögen aufbauen:

  1. Arbeit: du tauscht deine Freizeit gegen Arbeitszeit und erhälst dafür ein Gehalt
  2. Sparen: du verzichtest jetzt auf Konsum und legst das Geld für einen späteren Zeitpunkt zurück
  3. Investieren: du beteiligst dich mit deinem Kapital direkt oder indirekt über die Börse an Unternehmen, die Gewinn erwirtschaften und vermehrst so dein investiertes Kapital

Bei den meisten Menschen, hängen die drei Punkte sehr eng zusammen. Je mehr Gehalt du beziehst, desto mehr Geld kannst du monatlich sparen und desto mehr investierst du in Folge an der Börse. Je mehr Kapital du investieren kannst, desto mehr profitierst du langfristig vom Zinses-Zins und dein Vermögen steigt überproportional.

Die entscheidende Frage ist nun, wie du diesen Dreisatz optimal für deinen Vermögensaufbau nutzen kannst.

Hier einige Gedanken dazu:

1. Investiere in dich selbst und erhöhe dein Gehalt

Dein monatliches Gehalt ist keineswegs ein Fixum. Es sollte sich im Idealfall jedes Jahr nach oben bewegen. Mindestens sollte es um die aktuelle Inflationsrate steigen, ansonsten sinkt dein Gehalt nämlich sogar real. Im Idealfall sollte es aber dynamischer steigen. Du verdienst heute noch das Gleiche wie vor fünf Jahren oder hast bisher selten eine Gehaltserhöhung erhalten? Dann habe ich ein paar Tipps für dich, wie es mit der Gehaltserhöhung klappen kann:

  1. Frage mindestens jährlich nach einer Gehaltserhöhung: Das ist erstmal der wichtigste Schritt. Wer nicht nach einer Gehaltserhöhung fragt, wird in 99 % der Fälle auch keine bekommen. Du wirst hier vermutlich öfter ein Nein als ein Ja hören, aber auch ein Nein ist eine Chance. Bei einem Nein, solltest du hinterfragen, warum du (noch) keine Gehaltserhöhung bekommst und was du tun kannst, um z.B. in einem Jahr eine zu erhalten.
  2. Ziele setzen und übererfüllen: Du solltest jedes Jahr mit deinem Vorgesetzten Ziele für das Jahr formulieren. Im Idealfall ist das ein Standard in deinem Unternehmen. Wenn nicht, mache es zu deinem Standard. Ohne Ziele, kann niemand richtig bewerten, ob du deinen Job gut gemacht hast. Fordere Ziele ein, übererfülle sie und fordere dann eine Gehaltserhöhung ein.
  3. Investiere in dich selbst: Falls es Qualifikationen (Studium, Fortbildung) gibt, die dich in deinem Beruf weiter bringen, nutze Sie. Investiere ein paar Monate oder sogar Jahre in dich selbst und sammle dann später die Rendite ein. Oft ergeben sich dadurch ganz neue Einkommensniveaus, die du erreichen kannst.
  4. Bilde dich ständig weiter: In Zeiten der Digitalisierung, musst du dich ständig weiter bilden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Lies Artikel, höre Podcasts, schaue Youtube-Videos, rede mit Freunden und Kollegen und geh auf Events.
  5. Vermarkte dich selbst: Zeig anderen, dass du es drauf hast. Nimm Chancen wahr dich zu präsentieren. Melde dich freiwillig für Präsentationen. Zeig dein Gesicht unternehmensweit. Präsentiere deine Erfolge aktiv bei deinen Vorgesetzten. Rede über deine Erfolge. Wenn nicht du über deine Erfolge sprichst, tut es niemand.
  6. Wechsle den Arbeitgeber: Wenn du alles gegeben hast, dein Arbeitgeber es aber nicht anerkennt und dir kein höheres Gehalt geben möchte, dann musst du den Arbeitergeber wechseln. Keine Angst, das ist ganz normal und gehört heutzutage dazu. Es kann eine neue Chance sein. Man entwickelt sich weiter und bekommt möglichst ein höheres Gehalt. 20 Prozent mehr sind durchaus drin. Verhandel bei einem Wechsel gut dein Gehalt. Danach machst du vermutlich erstmal kleinere Sprünge.

2. Sei Unternehmer in deinem Alltag

Selbst wenn man sich in einer abhängigen Beschäftigung befindet, sollte man sich trotzdem eine Unternehmer-Mentalität beibehalten. Ein Mitarbeiter, der wie ein Unternehmer denkt, ist meist ein guter Mitarbeiter. Versuche in deinem beruflichen Alltag stets neue Potenziale aufzudecken. Denke auch über deinen Bereich hinaus. Tausche dich aktiv mit anderen Mitarbeitern aus. Bring neue Impulse ein. Bring Themen voran, statt sie zu blockieren. Lösungen statt Probleme.

Aber auch im Privatleben, gibt es viele Gelegenheiten unternehmerisch zu handeln. Verkauf zum Beispiel Sachen, die du nicht mehr brauchst, bei Ebay Kleinanzeigen. Gerade in Großstädten gibt es dort eine enorme Nachfrage. Eine Anzeige ist mit dem Smartphone in 5 Minuten erstellt.

Wenn du konsumierst, dann konsumiere schlau. Kauf nicht zu impulsiv, sondern warte lieber auf gute Gelegenheiten und vergleiche Preise. Nutze Cashback-Portale wie Shoop und Deal-Plattformen wie Mydealz. Im Jahr kommen hier schnell einige hundert Euro zusammen, die du sparen kannst.

Wenn du neben deinem Beruf eine Leidenschaft hast, die du zu Geld machen möchtest, dann fang erstmal klein an. Investiere nach Feierabend ein paar Stunden, jede Woche, in deine Idee. Schau was daraus wird und ob du erste Erfolge feiern kannst. Wenn die Idee fliegt, kannst du vielleicht in Teilzeit wechseln oder langfristig kündigen. Aber auch ein Nebengewerbe kann interessant sein. Der Tag hat 24 Stunden und dein Job nimmt in der Regel nur acht Stunden in Anspruch. Nutze Teile der restlichen Zeit, um dir ein zweites Standbein aufzubauen. Wer weiß, was daraus in ein paar Monaten oder Jahren wird. In jedem Fall wirst du um eine Erfahrung reicher sein und dich dadurch weiter entwickelt haben. Und das hilft dir dann auch wieder in deinem Beruf.

Risikohinweis: Die Informationen auf meinem Blog dienen nur zur Information und sind keine Investitionsempfehlung. Mehr unter diesem Link.

Im vierten Teil dieser Reihe, entwickeln wir gemeinsam einen Plan, wie du am besten dein Geld an der Börse investierst.

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